~: Kimmel Center for Performing Arts – Home of the Philadelphia Orchestra

Sunday, May 08, 2005

Kimmel Center for Performing Arts – Home of the Philadelphia Orchestra



7. Mai 2005
Guten Morgen liebe Kulturmanager,
herzlich willkommen zum Fundraising-Fallbeispiel aus „Internationele Aspekte“. Dank rush-hour-tickt (oder aber student discount) ist man fuer 10 Euro dabei. Dabei heisst in diesem Fall:

The Philadelphia Orchestra plays:
- Martinu: Memorial to Lidice
- Klein: Partita for Strings- Shostakovich: Violin Concerto No. 1 Op. 77 (Vadim Repin)
- Bartok: Concerto for Orchestra

Dabei heist bei diesem Preis aber auch: dritter Rang, letzte Reihe. Dennoch: die Architektur ist unglaublich! Waehrend die Eingangshalle im weitesten Sinne an eine Bahnhofshalle erinnert, da die Hallenteile mit einer halbrunden Glaskonstruktion ueberzogen und verbunden sind, ist das Innere des Kimmel Centers (genauer der VERIZON HALL im Kimmel Center) dem Klangkoerper einer Geige nachempfunden! Phantastisch. Auf dem Photo kommt die Bewegung, die durch die Architektur in die Raumatmosphäre uebergeht nicht so stark zur Geltung wie in Wirklichkeit. Alles schwingt und stimmt perfekt auf die Musik ein. Auch Sicht und Klang waren trotz „billigen Plaetzen“ gut.Nun die „Internas“ fuer angehende Kultur- und Freizeitmanager:

- Das Programmheft ist kostenlos. Von 90 Seiten sind 40 Seiten Werbung, 15 Seiten Dank und namentliche Auflistung (+ Betragskategorien) an Sponsoren und Kulturfoerderung; der Rest ist Programm, Ankuendigung oder Eigenwerbung

- im Programmheft sind Musikausdruecke erklaert, die in den Stuecken des Abends auftreten [Scherzo, Coda, Rondo, „Leitmotif“] und es wird mehrmals darauf hingewiesen, dass man [das Board und gefaelligst auch die Stammgaeste] versucht, neue Besucherschichten zu gewinnen.

- Ebenfalls interessant am (kostenlosen) Programmheft: in der Kategorie PARALLEL EVENTS wird auf andere Musik dieser Zeit verwiesen, zusätzlich auf Literatur, Kunst und Geschichtsereignisse.

- In den Pausen gibt es an diversen Bars zu trinken, wohl auch Kleinigkeiten zu Essen (?)

- Der Merchandising-Shop: phantastisch! Vor der Vorstellung, in den Pause und auch im Nachhinein ist der auf der Ausgangsstrecke liegende Shop begehbar – und vor allem geoeffnet. Neben einem Basis-CD-Sortiment wird darauf geachtet, dass besonders vom abendlichen Konzert die CDs im Ständern „event-related“ stehen. Natuerlich kann man auch das komplette Vermoegen hinterlassen, Büsten kaufen, die Partitur des eben Gehoerten erwerben, oder fuer die Kleinen ein Opern-Puppenahaus „als Mitbringsel“ besorgen.

- Verizon (Hallensponsor) ist übrigens eine Art amerikanische Telekom. Wer weiss, wie lange es noch dauert, bis die Konzerthaeuser der BRD nach „supportern“ benannt werden? Mmh, beim Kimmel Center jedenfalls tut es nicht weh und so lange die Architektur dadurch so beeinruckend wird, wie im Kimmel Center – o.k.

2 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Wer das Konzert "nachhören" möchte: bei www.jpc.de gibt es alle Stücke. Man kann teilweise online hineinhören.

5/12/2005 11:22 AM  
Blogger [clara*] said...

Danke fuer den Hinweis, Ja, das Konzert wurde aufgezeichnet. Es gab daher vor Beginn eine Durchsage mit dem Hinweis, Husten und Raeuspern wenn moeglich bitte zu unterlassen...

Zwischen den Stuecken dann gab es Laute wie auf einer Grippestation,... Das duerfte auf der CD aber nicht zu hoeren sein. ;-}

5/21/2005 8:11 PM  

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